Die Sternwarte 16 June 2019 22:46

In Bayern, Landkreis Ansbach, befindet sich die von Andreas Hauf betriebene Sternwarte mit dem Ziel, der optischen Beobachtung und Fotografie von astronomischen Objekten. Der Bau dauerte 5 Monate und wurde im Juli 2017 abgeschlossen. Fotografisch soll sich dabei nicht nur auf relativ große, helle Objekte beschränkt werden, sondern - für Amateurastronomen - auch sehr schwer sichtbare Objekte wie Gravitationslinsen (Einsteinringe), Quasare und das Einsteinkreuz. Darüber hinaus sollen zukünftig auch bekannte Exoplaneten messtechnisch nachgewiesen werden. Aktuell verfügt die Sternwarte über zwei Teleskope: für das Sonnensystem und kleinere Objekte ein Celestron EdgeHD 14“ mit 3910mm Brennweite, und für größere Deepsky-Objekte ein lichtstarker Takahashi Epsilon 130D mit 430mm Brennweite bei f/3.3. Für Interessierte öffnet die Sternwarte ein- bis zweimal im Jahr die Türen.


Die Bauphase

Der Bau der 14m² großen Sternwarte begann mit einer detaillierten Planung aller benötigten Komponenten, dauerte 5 Monate und wurde im Juli 2017 abgeschlossen. Der Standort befindet sich aufgrund der Lichtverschmutzung der Stadt ein paar Kilometer außerhalb von Ansbach, auf 420m ü. NHN. So sind in guten Nächten neben Schmalband-, auch Breitbandaufnahmen möglich. Die durchschnittliche Lichtverschmutzung beträgt nach Bortle-Skala Klasse 4. Es wurde sich bewusst für eine Rolldachhütte anstelle einer Kuppel entschieden, da sich dadurch Beobachtungsabende mit mehreren Personen unter freiem Himmel besser durchführen lassen. Das 2,2 Tonnen schwere Fundament für die sandgefüllte Stahlsäule wurde, um die Übertragung von Vibrationen auf die Teleskope zu vermeiden, von dem der Hütte getrennt erstellt. Damit die Sicht im geöffneten Zustand nicht behindert wird, kann das Rolldach Richtung Osten sehr weit aufgeschoben werden. Gesteuert werden kann die Sternwarte über einen Rechner in der Sternwarte selbst, als auch remote über das Internet.

Andreas Hauf
91522 Ansbach, Germany